Bouillon ohne Glutamat: Schnell, preiswert und lecker

Oftmals muss es schnell gehen in der Küche. Die Basis vieler Gerichte bilden dann Fertigprodukte, die zumeist allzu stark gewürzt sind. Insbesondere das Glutamat kommt dabei immer häufiger zum Einsatz. Wer eine gute Bouillon zubereiten möchte, sollte dagegen auf die Kraft der Natur setzen.

Quelle: www.nahrin.ch

Glutamat – nicht nur in der asiatischen Küche bekannt
Hierzulande besitzt das Glutamat ein überraschend schlechtes Image. Das mag daran liegen, dass Besucher von asiatischen Restaurants am Folgetag oft über Schwindelgefühle und Verdauungsprobleme berichten. Als Auslöser wird das Glutamat gesehen – ein farbloses Pulver, das als Geschmacksverstärker dient und das aus den Küchen in Korea, Japan und China kaum mehr wegzudenken ist. Warum insbesondere europäische Bürger häufig zu Unverträglichkeiten gegen den Speisezusatz neigen, ist gegenwärtig übrigens noch unerforscht. Das Glutamat lässt sich auch in unseren Regionen aber zunehmend in diversen Produkten finden. Kartoffelchips, Fertiggerichte und verschiedene Würzstoffe werden damit angereichert. Denn dem Glutamat kommt ein kräftiges, mitunter an gebratenes Fleisch erinnerndes Aroma zu – und ist damit natürlich zur geschmacklichen Abstimmung geeignet.

Bouillon ohne Glutamat – geht das überhaupt?
Umso schwieriger wird es natürlich, eine gute und kräftige Brühe zuzubereiten, die gänzlich ohne das Glutamat auskommt. Wer sich in den Regalen der Super- und sogar der Biomärkte einmal genauer umsieht, wird nur wenige Basisprodukte finden, in denen nicht mit dem asiatischen Speisezusatz gearbeitet wurde. Wird mit etwas Glück eine Alternative gefunden, so tritt schnell ein anderes Problem auf: Jene Würzmittel und Grundsuppen, in denen kein Glutamat vorhanden ist, weisen oft eine lange Liste anderer Zusätze auf. Zu nennen wären hier etwa Salz und Hefeextrakt – ebenfalls Geschmacksverstärker, die bei einem erhöhten Konsum zu Verdauungsproblemen und Unwohlsein führen können. Denn gerade gegen die Hefe sind viele europäische Bürger allergisch. Bouillon ohne Glutamat können Sie bequem online kaufen.

Das Glutamat in den Lebensmitteln
Allerdings wäre es falsch, das Glutamat als chemisch hergestellten Speisezusatz zu betrachten. Vielmehr handelt es sich dabei um einen Grundstoff, der bereits in vielen pflanzlichen und tierischen Produkten enthalten ist. Wer gerne einen lange gereiften Käse, fruchtige Tomaten, Erdnüsse oder das Fleisch von Rindern und Hühnern verzehrt, der nimmt ohnehin nicht eben geringe Mengen des Glutamats in sich auf. Auch hier ist die Würze an der Ausbildung des oftmals charakteristischen Aromas beteiligt. Daher stellt sich die Frage, ob eine Bouillon ohne Glutamat wirklich zubereitet werden kann. Dennoch lohnt es sich, in der Küche ein wenig kreativ zu sein und sich die Inhaltsstoffe der Lebensmittel einmal genauer anzusehen.

Die Kraft aus der Natur
Denn letztlich muss es gar nicht einmal schwierig sein, eine gute Bouillon ohne Glutamat schnell, preiswert und vor allem lecker herzustellen. Das Geheimnis liegt lediglich darin, die dafür verwendeten Ausgangsprodukte – zumeist Fleisch und Gemüse ohne Glutamatanteil – vor dem Auskochen möglichst lange im Bräter und vor allem ohne Öl anzuschmoren. Auf diese Weise bilden sich kräftige Röstaromen, die später als Geschmacksträger in der Bouillon dienen. Nach dem Anbraten werden ein bis zwei Liter Wasser in den Topf gegeben, im Verlauf der kommenden zwei Stunden sollte sich bei schwacher Hitze eine klare Brühe bilden können. Mit etwas Erfahrung und Fingerspitzengefühl ist es übrigens möglich, eine solche Bouillon sogar ohne zusätzliche Würzmittel anzufertigen.